Login

Zum Auftakt des zweiten Wettkampftages in Kandersteg verwandelte der stürmische Schneefall die Nordic Arena in eine Winterlandschaft. Den Nordischen Kombinierern wurde heute im Teamwettkampf alles abverlangt. Nach dem Skispringen am Vormittag ging es am Nachmittag in die frisch verschneite Langlaufloipe.

Schwere Bedingungen in der Nordic Arena:
Insgesamt waren zum Teamwettkampf der Nordischen Kombinierer 13 Teams mit je vier Athleten angetreten. Bei starkem Schneefall wurde der Wettkampfsprung auf der Schanze vorverlegt, um faire Bedingungen zu schaffen. Die ÖSV-Adler zeigten die stärkste Skisprungleistung und holten einen Vorsprung von 16 Sekunden auf das norwegische Team heraus. Mit 50 Sekunden war Deutschland in Lauerstellung. Im Vergleich zum Dienstag war die Loipe durch den Neuschnee deutlich langsamer. Die Strecke von insgesamt 20 Kilometer (4x5km) ließ durchaus Spannung zu.

Der Österreicher Johannes Lamparter eröffnete das Rennen. Durch die stark veränderten Bedingungen war heute der richtige Griff in die Wachskiste von erheblicher Bedeutung. Nach dem ersten Wechsel behauptete sich diese These. Das Wunderwachs des österreichischen Servicemanns verfehlte seine Wirkung nicht und der Vorsprung auf die Norweger wurde um über eine Minute ausgebaut. Der zweite deutsche Läufer, Luis Lehnert, machte ordentlich Dampf und schloss zum Norweger auf, um ihn, kurze Zeit später stehen zu lassen.

Heiße Schlussphase
Nach der Hälfte des Rennens führten die Österreicher vor Deutschland und Norwegen. Da bekanntlich die stärksten Langläufer für ihr Team jeweils in der zweiten Hälfte eingesetzt werden, war für Hochspannung gesorgt. Die zahlreichen Zuschauer entlang der Loipe sorgten für eine würdige Kulisse und trieben die Athleten mit Hupen und Geläut zur absoluten Leistungsgrenze.

Mit über einer halben Minute Vorsprung ging es für Mika Vermeulen in die letzte Runde. Unverändert auf Silberkurs liefen das Team der Deutschen gefolgt von den Norwegern. Jetzt «eine ruhige Kugel zu schieben» kam dem österreichischen Schlussläufer nicht im Traum in den Sinn, er wollte einen Schlussspurt gegen Julian Schmid mit jeder Faser seines Körpers verhindern.

Mika Vermeulen brachte die Goldmedaille sicher ins Ziel und konnte mit der österreichischen Flagge die letzten Meter geniessen, bevor er herzlich von seinen Teamkollegen in Empfang genommen wurde.
Die Silbermedaille ging an das DSV-Team und Bronze an die Norweger.

«Die Loipe war sehr tief, trotzdem ein grosses Lob an die Organisatoren in Kandersteg, die eine perfekte Präparation der Strecke möglich gemacht haben», sagte im Anschluss ein überglücklicher Florian Dagn, der als zweiter Athlet für den ÖSV auf der Strecke lief.

Ein Bericht aus der Schweiz

Zum Seitenanfang